Therapien
Nach dem Verständnis der Tibetischen Medizin sind viele Krankheiten auf falsche Ernährung und Lebensgewohnheiten zurückzuführen. Eine Anpassung hin zu optimalen Bedingungen ist deshalb ein erster therapeutischer Schritt. In der Folge stehen dem Arzt verschiedene äussere und innere Therapien zur Auswahl. Zu den äusseren Therapien gehören unter anderem Moxibustion. Dies ist eine Wärmebehandlung der Meridianpunkte, um den Energiefluss in Gang zu bringen und Blockaden zu lösen. Ausserdem stehen dem Arzt verschiedene Formen der Massage, Kompressen, sowie Dampf- und Medizinalbäder zur Auswahl. Arzneimittel kommen erst dann zum Einsatz, wenn Verhaltensänderungen und/oder äussere Therapien alleine nicht mehr ausreichen oder wenn die Krankheit schon weit fortgeschritten ist. Natürliche Arzneimittel, so genannte Vielstoffgemische sind das Herzstück der Tibetischen Medizin. Mit ihrer Hilfe kann der Tibetische Arzt sanfte Impulse im Körper und Geist auslösen und damit die Selbstheilungskräfte des Patienten fördern. Traditionell werden sie aus pflanzlichen, mineralischen und tierischen Bestandteilen zusammengesetzt. Im Westen werden jedoch die tierischen Komponenten aus regulatorischen Gründen weggelassen.


