Kardamom (Elettaria cardamomum MATON var. minuscula BURKHILL)
Wissenschaftlicher Name
Elettaria cardamomum MATON var. minuscula BURKILL
Umgangssprachliche Namen
Kardamomen, Kardamomsamen, Malabarkardamomen
Familie
Ingwergewächse (Zingiberaceae)
Vorkommen
Die Heimat der Kardamomstaude ist Sri Lanka und Südindien. Dort nennt man sie auch "die Königin der Gewürze". Aus Indien stammen etwa 80% der gesamten Ernte auf der ganzen Welt, obwohl sie auch in Guatemala, Tansania und Vietnam angebaut wird. Kardamom ist eine typische Waldpflanze und liebt gleichmässige Temperaturen, Feuchtigkeit, sowie Beschattung. Sie wächst in den feucht-warmen Bergwäldern in einer Höhe zwischen 750 und 1500 Metern.
Botanische Beschreibung
Die Kardamompflanze hat bis zu 2 bis 3 Meter lange Stängel mit schilfähnlichen Blättern. Die Triebe der Blüte können ebenso eine stattliche Höhe bis zu 60 cm erlangen und ähneln in der Blüte fast einer Orchidee.
Verwendete Pflanzenteile/Wirkstoffe
Obwohl Kardamom zu den Ingwergewächsen gehört, wird hier nicht die Wurzel, sondern die Samenkapsel als Gewürz verwendet. Es kann aber bis zu drei Jahre dauern, bis man den Samen einer Blüte ernten kann. Die Kapseln (Frucht) werden noch grün geerntet, um das Aufplatzen zu verhindern. Im Handel ist der Samen dann meist dunkelbraun bis schwarz. In jeder Kapsel befinden sich bis zu 20 Samen, die zu Gewürzen verarbeitet werden.
Wirkung
Dem Kardamom wird verdauungsfördernde und magenstärkende Wirkung zugeschrieben. Er soll die Gallenbildung fördern sowie die Gallensekretion antreiben. Kardamom ist gut gegen Blähungen und hat eine ausgewiesene antibakterielle wie auch antivirale Wirkung. Einige Quellen sagen ihm aphrodisische Wirkungen nach.
Bedeutung in der Tibetischen Medizin
Name: sug-smel (kleiner Kardamom)
Geschmack: scharf
Wirkkraft: warm
Eigenschaften: wärmend, trocknend, leicht
Wirkprinzip: verdauungsfördernd, appetitanregend, erwärmend
Anwendungsbereiche: kalte Nieren- und Magenleiden, Appetitlosigkeit, Magenverstimmung. Kardamom wird hauptsächlich als eine von vielen Komponenten in komplexen Tibetischen Rezepturen verwendet, unter anderem auch in den PADMA-Produkten.




