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Radikale (freie Radikale)

Als freie Radikale bezeichnet man in der Chemie Atome oder Moleküle mit mindestens einem ungepaarten Elektron, die meist besonders reaktionsfreudig und daher sehr kurzlebig sind (weniger als eine Sekunde). Radikale spielen eine wichtige Rolle bei Oxidationsprozessen (Oxidation; oxidativer Stress). Durch den Atmungs-Verbrennungs-Prozess sind im Körper natürlicherweise immer freie Radikale vorhanden. Äussere Quellen sind UV-Strahlung, Röntgenund ionisierende Strahlung, Zigarettenrauch oder Umweltgifte.
Aber auch einige Typen von Immunzellen, die Fresszellen, produzieren Radikale zur Keimabwehr. An der Arteriosklerose sind massgeblich Sauerstoffradikale beteiligt (Lipidoxidation). Bekannt sind Radikale auch aus Haushalt und Umweltschutz: z. B. Wasserstoffperoxid (Haare bleichen), Chlorradikale (Chlorbleiche zur Wasserdesinfektion; Zerstörung der Ozonschicht aus Fluorchlorkohlenwasserstoffen) oder Stickstoffradikale der Abgase. Der Körper
verfügt über natürliche Radikalfänger, die jedoch regeneriert werden müssen. Dies geschieht mit der Zufuhr von Antioxidantien.