Ursachen
Dass emotionaler Stress auch den Magen beeinflussen kann, sagt der Volksmund schon lange. Nicht ohne Grund gibt es zahlreiche Sprichwörter wie «das schlägt mir auf den Magen», «Liebe geht durch den Magen» oder «das stösst mir sauer auf». In der Medizin weiss man heute, dass der Verdauungstrakt über ein eigenes Nervensystem verfügt, das sogenannte Bauchhirn, welches in ständiger Kommunikation mit dem Kopfhirn steht und auch praktisch unabhängig von diesem arbeitet. Oft gehen psychische Erkrankungen wie Depressionen Hand in Hand mit Verdauungsstörungen, wobei das eine wie das andere sowohl Auslöser als auch Konsequenz sein kann. «Stress» des Kopfhirns löst auch «Stress» im Bauchhirn/ Magen-Darmtrakt aus – und umgekehrt. Werden diese Stress-Signale chronisch oder gar verstärkt, entsteht eine Negativspirale. Das System reagiert überempfindlich und ist schneller gereizt.
Folgende Ursachen können Verdauungsbeschwerden auslösen:
Psyche
Hektik, Stress, Seelische Belastungen, Schlafstörungen
Lebensstil/Ernährung
fettreich, üppig, kalt, roh, zu schnell essen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Allergien, Ortswechsel, Klima, Genussgifte, industrielle Nahrungszusätze
Körperliche Veränderungen
Hormonelle Umstellung, Alter, zuviel/zuwenig Magensäure, erhöhte Schmerzwahrnehmung, gereizte Magenschleimhaut, träger Magen und Darm,
verzögerte Magenentleerung
Weitere Ursachen
Medikamente (Antibiotika, Schmerzmittel, etc.), gestörte Darmflora, Infekte, Entzündungen, Lebensmittelvergiftung


